Piraten Studie

Herbert Hönigsberger: Die soziale Frage bei den Piraten

Wie sozial sind die Piraten?
Die soziale Frage in Programmen und Piratendiskursen.

Das Arbeitspapier Nr. 5 kann ausschließlich als pdf heruntergeladen werden und besteht aus drei Teilen: Der Ergebniszusammenfassung (Teil 1), der Analyse (Teil 2) sowie der Methodik (Teil 3) und dem Tabellenanhang. 

Der rasante Aufstieg der Piratenpartei ist momentan an ein Ende gelangt. Grund hierfür sind nicht zuletzt interne und öffentliche Auseinandersetzungen über die programmatische Ausrichtung der Partei. Die Studie analysiert die programmatischen Konflikte anhand eines zentralen Politikfeldes, das momentan besonders umkämpft ist: das Feld der Sozialpolitik. Dies lässt auch Rückschlüsse über den "generellen Charakter" der Partei zu. Welchen Begriff des Sozialen haben die Piraten?

Wer, was und wie sozial die Piraten sind, erfährt man, wenn man zuhört, wie sie reden; es erschließt sich anhand ihrer Diskursführung und ihres Sprachgebrauchs.  Wir untersuchen Sprache: die Piratensprache des Sozialen, wie sie die Piraten selbst dokumentieren, Sprache, wie sie die Piraten zu ihren eigenen Konditionen in ihren eigenen Diskursräumen sprechen, Sprache nach ihren eigenen Regeln zwischen Offenheit und Anonymität, also ungeschützten, authentischen O-Ton, nicht gebrochen durch Interviewerfragen, Talkshow-Ambiente oder Erhebungssituationen. Unserer Erfahrung nach liefern die Analysen diskursiver Grundlinien, des Sprachgebrauchs und der Sprachmuster von führenden Akteuren, Mitgliedern und des Umfelds einer Partei Hinweise darauf, was von ihr jenseits der zur Programmatik verdichteten, gemeinsam geglaubten Wahrheiten, geteilten Überzeugungen aber auch Vorurteilen, wirklich zu halten ist, was sie antreibt und orientiert. Die transparente Kommunikation der Piraten in ihren Foren und Mailinglisten legt den Charakter der Partei offen, und sie ist eine Art Frühindikator für ihre programmatische Perspektive.